Princesa Sofia 2019 (Mallorca)

Zuerst kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu!

Tag eins der Regatta fing mit Warten an. Nicolas Thierse und ich waren sehr motiviert, wir wollten schließlich zeigen, was wir können! Das stundenlange Warten auf dem Wasser drückte zwar etwas die Stimmung, dennoch waren wir startklar als gegen Nachmittag der Wind einsetzte. Wir segelten zwei Wettfahrten. Beide Rennen waren mental sehr anstrengend, da in den flauen Bedingungen ein kleiner Fehler direkt mehrere Plätze kostete. Nicolas startete direkt mit zwei guten Wettfahrten in die Regatta. Für mich liefen sie nicht so optimal. Der flaue Wind in Kombination mit den steilen Wellen brachte Boot und Crew an ihre Grenzen. Nichtsdestotrotz habe ich versucht, das Boot so schnell wie möglich zu segeln!

An Tag zwei, zugleich letzter Qualifikationstag, herrschten dieselben Bedingungen wie am vorherigenTag. Ich glaube, jeder von uns hat mindestens eine Wind-Wellen-Kombination, die ihm so gar nicht liegt, und 8-10 Knoten mit Welle ist für mich persönlich zum Zähne ausbeißen! Ich habe es aber positiv gesehen und versucht, so viel wie möglich zu lernen! Nicolas schien seinen Gefallen daran gefunden zu haben, auf dem Vorwind nicht pumpen zu müssen und segelte wieder zwei gute Läufe.
Nach den zwei Qualifikationstagen fanden wir uns beide in der Silberfleet wieder. Die Regatta sollte von vornherein für uns als Training dienen und so versuchten wir uns in der zweiten Hälfte der Wettfahrten auf gute Starts zu fokussieren, immerhin ist die Silberfleet, trotz der immer noch starken Konkurrenz, eine gute Möglichkeit sich an den Linie zu behaupten (Da man nicht vergeblich versucht, neben einem Olympia Teilnehmer zu starten).

In Tag drei spiegelten sich die ersten beiden Regattatage wieder.
Tag vier und fünf wurden noch einmal unterhaltsam. An Tag vier hatten wir im Schnitt gute 20 Knoten. Der Vorwind wurde zur Achterbahn und die Kreuz zu einem Kampf gegen die Naturgewalten. Nach ein paar kräftigen Zügen am Vorliekstrecker riss mein Vorliek ein Stück auf, sodass ich die zweite Wettfahrt an diesem Tag nicht mitsegeln konnte (Negativ = Segel gerissen, Positiv = Krafttraining scheint effektiv gewesen zu sein). Nicolas hat auch ganz schön zu kämpfen gehabt, jedoch hatten wir unseren Spaß beim Vorwind segeln!

Am letzten Tag beendete Nicolas seine Serie mit einem DNF, da auch sein Material  nachgegeben hat. Sein Unterliek hatte sich auf der Startkreuz verabschiedet.
Zusammenfassend können wir sagen, dass wir sehr viel gelernt haben und uns das internationale Segeln sehr viel Spaß macht! Es war eine einzigartige Erfahrung fünf Wochen lang auf Mallorca segeln zu können. Nicolas ist momentan schon in Griechenland, um sich auf die Europameisterschaft vorzubereiten. Mich hat der Alltag als Student und Segeltrainer eingeholt. Dennoch versuche ich hier in Kiel viermal die Woche aufs Boot zu kommen und die Kieler Förde hoch und runter zu segeln!
Wir hoffen, ihr alle konntet dieses Jahr auch schon eure ersten Wasserstunden verzeichnen!

Sportliche Grüße!
Nicolas Thierse und Nick Heuwinkel
GER 723 / GER 332