Langen Einhand

Finn – Regatta – Langen

Dreieich Segelclub Langen

13./ 14.04.2019 auf dem Langener Waldsee

Da ich mir schon lange vorgenommen hatte dieses, für mich neue Revier auszukundschaften, sollte es dieses Jahr endlich soweit sein. Nachdem der Wetterbericht (Temperaturen knapp über null Grad) nochmal kurz meine Entscheidung in Frage stellen wollte, ließ ich mich nicht mehr abhalten.

Für mich begann die Fahrt Samstagmorgen bei 2 Grad durch das verschneite Thüringen. Der Gedanke war kurz da, das Boot abzuhängen und die Skier anzuschnallen. Aber das Boot wollte nach dem langen Winter wieder ins Wasser. Soweit alles sehr entspannt, da der erste Start für 14:00 Uhr geplant war. Am Verein angekommen war David Guminski gleich zur Stelle und öffnete mir das dicke schwere Tor zum Vereinsgelände und gab mir sofort eine kleine Platzeinweisung. Die Damen von der fleißigen Küchencrew hatten auch schon Kaffee zubereitet und so konnte ich in Ruhe das Boot aufbauen und sich das schöne Clubgelände anschauen.

Nachdem die letzten eingetroffen und die Boote segelfertig waren, versuchte jeder seine warmen Sachen in der Segeltasche zu finden. Schnell waren Alle im gewohnten Regattamodus und die Finns versammelten sich pünktlich zum 1. Start an der Startlinie. Leider hatte der Wind noch nicht seine Richtung gefunden und da die Wettfahrtleitung ihren Job sehr genau nahm, ließen sie die Tonne 1 öfter versetzen. Somit konnten wir dann mit etwas Verzögerung auf die Bahn gehen.

Die erste Kreuz lief für mich sehr gut und ich ging mit den führenden um die erste Tonne. Uwe Barthel zeigte dann aber gleich, dass er weiß wo es hier lang geht und übernahm die Führung. Rainer Haacks setzte sich auf Position Zwei und ich landete auf Platz drei. Das erste Rennen ging über 3 Runden, somit kam man öfter mal ins Schwitzen, da das Revier bei diesem leichten und drehenden Wind immer für eine Überraschung gut war.

Das erste Rennen zeigte deutlich, dass der Wind auf diesem See in Richtung und Stärke seine Eigenheiten hatte. Dadurch prägte sich der Spruch: „Kein Vorsprung ist heute groß genug!“ Beim Versuch das nächste Rennen zu starten flaute der Wind merklich ab und wir wurden von der Wettfahrtleitung etwas früher als geplant in den Feierabend verabschiedet. Aber wir wissen alle, dass dies kein Grund zur Trauer ist, denn an Land wurde beim Bier wieder munter geplaudert und unsere Gastgeber bereiteten uns mit Köstlichkeiten vom Grill einen schönen Abend.

Am Sonntag ging es früh zum 2. Rennen, da wir noch einige Läufe auf dem Programm hatten. Im zweiten Rennen an diesem Tag wusste nun auch der letzte Finn, wo es auf dem See lang ging und somit kam auch ein recht großer „Klumpen von Finns“ an der Luvmarke an. Erneut bewiesen Uwe und Rainer einen kühlen Kopf und passierten als 1. und 2. die Ziellinie. Im dritten Rennen wurde es dann nochmal richtig spannend, da das Aussegeln der begehrten Podestplatzierungen näher rückte. Dieses Mal dominierte Rainer die Wettfahrt von vorne und konnte Uwe bereits am Anfang abschütteln. Die Einheimischen, Gummi und David zeigten ebenfalls, dass sie ihren See kennen und setzten alles auf Angriff. Am Ende holte sich Rainer souverän den Laufsieg, und ich erkämpfte mir Platz drei in dieser Wettfahrt. Gummi lag vor dem Ziel in aussichtreicher Position, hatte aber nicht die Winddrehung einberechnet und somit konnte sich noch Uwe Platz vier ergattern. Leider ließ der Wind nicht mehr als diese zwei Wettfahrten zu und wir traten geschlossen den Weg in den Hafen an.

Wohl kaum einer hätte mit den wärmeren Temperaturen und Sonnenschein gerechnet, die uns beim Boote einpacken die Arbeit erleichterten und dem Wochenende einen krönenden Abschluss gab. Nach der Siegerehrung gab es großen Beifall für das Orga-Team und für die Küchencrew, die uns auch zum Mittag wieder Leckereien reichte und somit konnte man gut gestärkt die Heimreise antreten. Für mich war es ein sehr schöner Regattaeinstand in Langen und ich werde die Regatta in meinen Kalender fest mit einplanen.

Robert Mühlner – Finn GER77

Ergebnis