Viva Warnemünde

Nach wochenlangen Zittern um die Austragung der Wettfahrten in Warnemünde bin ich am Donnertag angereist. An dieser Stelle vielen Dank an alle, die dafür gesorgt haben, dass die Regatta nicht gestrichen wurden. Ich denke, dass so das endgültige Aus und damit der Verlust des wohl besten Segelrevier Deutschlands vorprogrammiert gewesen wäre. Jetzt gibt es für das nächste Jahr die Möglichkeit gemeinsam mit dem Veranstaltern die nur noch wenigen Umstände an Land weiter zu verbessern, dass die WW wieder für mehr Finn-Segler interessant ist. Aus Gesprächen mit der Wettfahrtleitung und Funktionären besteht da ein gemeinsames Interesse.
Die Wind und Wettervorhersage sagte, dass wir in den kommenden Tagen leichte Winde haben werden. So kam es auch. Die Wettfahrten am Freitag wurde nach Startverschiebung auf Grund einer aus Sicherheitsgründen Gewitterfront abgesagt. Der Samstag begann mit Startverschiebung wegen Seenebel, dann setzte sich der Wind aus Nordwest durch und wir konnten zwei Wettfahrten bei 4 – 6 Knoten segeln. Da die Bedingungen auf der ganzen Bahn gleich waren, hatten wir faire Bedingungen und eine gute Möglichkeit unsere Fähigkeiten beim Segeln mit Strom zu trainieren. Eine dritte Wettfahrt wäre wahrscheinlich noch möglich gewesen, wurde jedoch um die Veranstaltung am Abend nicht zu gewährden, nicht gestartet.
Und das war gut: Denn am Abend erwartete uns ein großartiges Buffet und wir hatten einen lustigen Abend der dennoch nicht ausuferte, da für den Sonntag drei Wettfahrten mit Start um 10:30 Uhr angesagt waren. Wie vorhergesagt hatten wir wieder aus NW von Beginn an einen leichten Wind, jedoch mehr Welle, so daß sich das Geläuf als durchaus anspruchsvoll zeigte zumal starker Gegenstrom als weitere Komponente noch dabei war. Da der Wind im Laufe der 3 Wettfahrten kontinuierlich zunahm wurde es einfacher mit den Bedingungen klar zu kommen und wir hatten drei wirklich großartige Rennen.
Die Wettfahrtleitung hat dafür gesorgt das, bei jedem Rennen faire der Regeln entsprechende Bedingungen waren – ein großes Lob an dieser Stelle. Ich möchte auch die Helfern an Land erwähnen die uns freundlich und hilfsbereit unterstützt haben.
Auch wenn wahrscheinlich die Logistik an Land aufgrund der beengten Umstände immer eine Herausforderung darstellt, so würde ich es mir sehr wünschen, dass im kommenden Jahr mehr sportlich orientierte Finn-Segler diesen Event besuchen und sich den
Herausforderungen der Ostsee stellen.
Viva Warnemünde !
GER 141
Dirk Sievers