Ein herrliches Regattawochenende in Biblis

Der Segelverein Biblis e.V. hatte geladen und von gemeldeten 36 Booten kamen immerhin 30, manche schon Freitagabend, an dem wir – in alter Tradition – vom gastgebenden Verein köstlich mit Essen und Getränken verpflegt wurden. Einer der Gemeldeten, der aber leider aus krankheitsbedingten Gründen nicht kommen konnte, war unser lieber Jürgen Eiermann. Wir wünschen ihm weiterhin schnelle und gute Genesung und drücken ihm alle Daumen!

Am Samstag ging es ab 14:00 Uhr dann recht ordentlich zur Sache. Der Wind wehte zunehmend mit 3 bis 5 Windstärken und mit kräftigen Böen und nicht ohne überraschende Dreher aus südlichen Richtungen, sodass der Wettfahrtleiter Benjamin Kratz uns im östlichen Teil des Riedsees segeln ließ. Eine leider etwas schiefe Startlinie (die rechte Seite war bevorzugt) sorgte für einige allgemeine Rückrufe und somit für Startübungen. Mit Flagge I und einem Einzelrückruf gelang dann doch der Start zur ersten Wettfahrt. Die Luvtonne bewirkte dann schon sehr schnell, dass sich das für den Riedsee vergleichsweise breite Feld an ihr in eine lange Schlange verwandelte. Dass der Kurs rechts herum führte, war für manche Teilnehmer an der Luvtonne dann doch eine Herausforderung in Bezug auf die Wettfahrtregel Nr. 10 (meine Empfehlung:http://game.finckh.net/situat/tit_ger/m51.htm). Die erste Wettfahrt gewann Detlef Stock. Vier Teilnehmer fuhren diese Wettfahrt nicht bis zu Ende. In der zweiten Wettfahrt führte souverän Jannik Monreal. Zwei Teilnehmer starteten von vornherein nicht mehr und drei weitere fuhren nicht bis ins Ziel. Der Wind war schon ordentlich bockig. Es gab – wenn ich mich recht erinnere – in beiden Wettfahrten auch vereinzelte Kenterungen. Die meisten Kenterungen gab es dann nach meinem Eindruck in der dritten Wettfahrt, als es am heftigsten blies. Endlich siegte auch einmal unser lieber Claus Wimmer, gejagt von dem Berichteschreiber! Nach 3 Stunden hatte unser Wettfahrtleiter noch kein Erbarmen mit uns und setzte unsere Leibesübungen mit einer vierten Wettfahrt fort. Der Wind kam mittlerweile so deutlich weiter von rechts, dass der Weg von der Lee- zur Luvtonne schon zum Anlieger wurde. Roman Schütt, der nach meinem Eindruck stets fair und korrekt nach Regeln segelte, gewann diesen vierten Lauf. Insgesamt besorgte uns der kräftige Wind ein prima Fitnesstraining, bei dem alle auf ihre Kosten kamen. Etwas betrüblich war, dass ein paar erfahrene Teilnehmer glaubten, den Umstand, dass auf Finn-Regatten praktisch nie protestiert wird, und das Fehlen von Schiedsrichtern auf dem Wasser dazu ausnutzen zu können sowohl die Wegerechtregeln als auch die Regeln zum erlaubten Vortrieb nicht immer beachten zu müssen. Nach dem anstrengenden Segeln wurde uns – was mittlerweile eine Tradition des Vereins ist – eine köstliche Paella präsentiert. Am Abend zogen auch noch einige Gewitterzellen durch, welche in dem ein oder anderen Nachbarort mancherlei Schäden verursachten. Die Stimmung bei allen Seglern war dennoch gut und heiter.

Am Sonntag wurden wir von strahlender Sonne geweckt. Indes hatte sich der Wind gänzlich davon gestohlen. Das Wasser war spiegelglatt, sodass der Wettfahrtleiter um 10:00 Uhr seinen Wimpel für die Startverschiebung zog. Damit das obligatorische Grillen zum Mittag nicht in Gefahr geriet, beendete der Wettfahrtleiter um 12:00 Uhr das Warten auf den Wind und signalisierte AP über A (hier und in diesem Fall AP neben A). Rechtzeitig zur Siegerehrung stellte sich ein wenig Wind ein, aber, ich glaube, es war keiner so richtig traurig, dass wir nach dem anstrengenden Samstag nicht mehr aufs Wasser sollten. Alles in allem ein wunderschönes (verlängertes) Wochenende. Ein herzliches Dankeschön an den Veranstalter und alle Helfer des gastgebenden Vereins! Wir freuen uns schon auf Biblis im nächsten Jahr!

Euer Harald Wo (GER 471)

Ergebnis