Oberland Pütz Seeshaupt, 20./21.7. 2019

Es waren 21 Finns gemeldet und am Ende 19 angereist aus Deutschland, Österreich, Tschechien und Ungarn, ein sehr gutes Teilnehmerfeld.
Erstmals waren O-Jollen, die es auf 12 Teilnehmer brachten, mit dabei.
Samstag
Hoffnungsvoll auf dem Weg zum Regattaort: Sonne, ein paar Schönwetterwolken, Alpenpanaroma und eine gute Windvorhersage – da kommt Hoffnung auf eine Wiederholung von den Bedingungen 2018 auf .
Am Samstag nach einer freundlichen Begrüßung im gastgebenden Club erst mal warten auf Wind, dann Start gegen 12 Uhr bei böigen sehr wechselhaften Windverhältnissen aus West mit 4 bis 9 Knoten. Hier übernahm Bernd Moser die Spitze dicht gefolgt von mir.
Das nachfolgende Feld lag zunächst scheinbar sicher zurück, nahm aber sogleich entschlossen die Verfolgung auf und bildete nach dem Vorwind eine neue Führung. Bis zum Zieleinlauf blieb es spannend. Als verdienter Sieger konnte sich Karl-Heinz Erich behaupten, gefolgt von dem zweitplatzierten Jiri Outrata und Bernd Moser auf Platz drei.
Gefragt waren Geschick im Umgang mit löchrigen und drehenden Winden.
Eine weitere Wettfahrt startete bei schon abnehmenden Winden, musste aber abgebrochen werden kurz bevor die ersten Boote das zweite Kreuz beendet hatten und der abnehmende Wind vom zunehmendem Getrommel der leicht gefrusteten Segler abgelöst wurde.
Zurück im Hafen und ab in die Warteschleife.
Mangels Wind kein Regattafeeling dafür aber Bacardi-Wetter und ein schmackhaftes Abendessen mit Rindsrouladen, die wir noch lange in bester Erinnerung behalten werden
Sonntag
Der Regen ließ gegen 10 Uhr nach, wir sind dann zügig aufs Wasser. Es konnte recht bald bei Südwind gestartet werden. Kurz vor dem Schuss gab es einen kräftigen Dreher nach Ost und so waren die Boote am Pin End deutlich bevorzugt und konnten per Anlieger zur Luv Tonne. Aus meiner Sicht natürlich gut, allerdings war der Rest der Segler so gar nicht begeistert.
Der folgende Vorwind war sehr zäh, weshalb die Wettfahrtleitung schließlich an der Leetonne zeitete und so dem Trauerspiel Ende setzte, bevor die Teilnehmer auf der Bahn endgültig einem elenden Hungertod zum Opfer gefallen wären. Auf das Plätzen zwei und drei fuhren Karl Heinz und Jiri ein, Platz eins bei diesen widrigen Bedingungen war mir vergönnt. Nach einigem Warten, setzte Wind ein, allerdings begleitet von einer finsteren Wolke, die unheilvolles zu verheißen schien.- die Wettfahrtleitung entschied sich, uns mit Startverschiebung an Land zu schicken. An Land angekommen rankten die Gespräche vieler Teilnehmer schon um die anstehende Heimfahrt und die Wettfahrtleitung entschied gegen 14 Uhr die Wettfahrtserie zu beenden.
Das traurige Ende vom Lied: Während der Heimfahrt am Westufer des Starnbergersees setzte der Wind ein, der zuvor auf sich warten ließ.
Christian Conrads
GER 76

 

Ergebnis

Oberland Pütz Seeshaupt – RL1,05