Bericht vom Silver Cup (U23 WM) in Anzio

Liebe Finngemeinschaft,

Am 10. Juli begaben sich zwei Halunken auf die Reise von Berlin zur U23 WM in Anzio. Einen Tag später erreichten Nick Heuwinkel (Kieler Yacht Club) und ich (Joersfelder Segel-Club) das Ziel. „Hier brennt der Planet!“ Über 30 Grad ohne Wind waren doch sehr heiß. Wir kümmerten uns lediglich um die Unterkunft und Verpflegung. Am 12. landete unser Trainer für dieses Event, Max Kohlhoff, in Rom. Die Zeit bevor wir ihn abholten nutzen wir zum Abladen der Boote. Eine kurze Nachmittagseinheit folgte.

Max punktete mit Verbindungen zu den Australiern, sodass wir super Trainingspartner hatten. Bis zum 15. Ebenfalls am 15. Widmeten wir uns der Vermessung. Dabei gab es glücklicher Weise keine großen Probleme. Das Practice Race haben wir selbst mit Angleichschlägen bei etwas mehr Wind veranstaltet da zur genannten Uhrzeit kein Startschiff vor Ort war.

Am 16. Juli ging es dann endlich los. Nach drei Rennen und ordentlich Wind waren wir schon etwas im Eimer. Am Tag darauf erneut drei Rennen, in dessen ersten beiden ich nicht wirklich hineinfand. Glücklicher Weise weniger Wind – der erste Tag hatte Spuren hinterlassen. Die beiden darauffolgenden Tage bestritten wir mit Startverschiebung und jeweils zwei Leichtwind Rennen. Schon vor dem letzten Rennen standen die U23 und U19 Weltmeister fest. Diese konnten die Startverschiebung am letzten Tag also sehr entspannt überstehen. Im letzten Rennen gelang es mir mich noch einen Platz zu verbessern und ich wurde somit 11. Nick wurde 19. – sein Kommentar: „Auf der Startkreuz bin ich immer vorne, aber wenn du auf der zweiten Kreuz da bist wo ich bin, dann hast du verkackt.“ Ich war anfangs immer nicht so gut unterwegs, konnte aber immer wieder auf- und überholen. Nick hingegen leider immer die letzten Tage Top5 an der ersten Luvtonne und dann verloren.

An Land angekommen kümmerte sich Max ums Motorboot, wir uns um unsere Finns und schon konnten wir mit Hilfe einiger kräftiger Mitstreiten die beiden Schrubber aufs Anhängergestell heben. Abwertende Kommentare über den Zustand des Gestells waren dabei keine Seltenheit.

Nach der Preisverteilung fuhren wir samt Trailer zur Unterkunft, packen einige Sachen, aßen etwas und trafen uns dann im kleinen Kreis bei Jock (AUS). Später zogen wir noch bis halb 4 durch die Stadt.

Am nächsten Morgen brachen wir um 9Uhr zum Flughafen auf. Nach rund 60km kam nur ein Kommentar von Nick, dass mein Boot bald einen Abgang machen würde! Bei der nächsten Gelegenheit fuhren wir rechts ran. Das Gestell war an einer Stelle gebrochen und im selben Zug ist ein Gurt gerissen welcher mein Boot vorne am Gestell festhielt. Aber keine Panik – irgendwie lässt sich das ja schon noch provisorisch festbinden. Also fuhren wir weiter zum Flughafen – überlegten wo wir das schweißen lassen können… Tja nur schade, dass Sonntag war. Also haben wir die Bruchstelle, nachdem wir Max am Flughafen abgeliefert hatten, mit einer Holzlatte gestützt und immer mal wieder angehalten und nachgesehen. Nach 20h reiner Fahrzeit und insgesamt 2h Pause kamen wir in Berlin an und Nick stieg direkt in den Zug nach Kiel.

Zwischenzeitlich hatten wir ein Tief, konnten es auch am Ende nicht mehr abwarten nach Hause zu kommen, da es brennend heiß und alles doch sehr heruntergekommen war, aber rückblickend war es ein schönes Event. Wir danken herzlichst Max als Trainer für die Unterstützung vor Ort, der Klassenvereinigung für die finanzielle Unterstützung und dem Bezirk Berlin-Tegel für das kostenlos zu Verfügung gestellte Motorboot.

Euer Nicolas (GER 723) und Nick (GER 332)

 

Ergebnis

 

Silver Cup – U23 WM