Travemünde Woche 2019

Ein starkes Feld vor Travemünde

Vom 20.-23. Juli fand die Travemünder Woche auf der Ostsee statt. Für die meisten von uns aktiven Seglern eine der schönsten Regatten im Jahr. In der Regel ist das Wetter toll (auch dieses Mal). Es gibt Leicht-, Mittel- und Windbedingungen (auch dieses Mal) und wir stehen mit unseren Finns und den Wohnmobilen oder Zelten auf der wunderschönen grünen Wiese vorne am Möwenstein. Ruhig gelegen, aber trotzdem direkt am Geschehen. (auch dieses Mal).

Mit 37 Startern war das Feld quantitativ schon Mal stark besetzt. Qualitativ sah es allerdings noch besser aus: Mit Phillip Kasüske war einer unser Olympia-Aspiranten ebenso am Start einige Kollegen aus den Top-Ten.

Am ersten Tag waren bei moderaten Bedingungen zwei Läufe angesetzt. Bei 5-8 Knoten für jeden gut beherrschbar. Außer, man startete im ersten Lauf rechts am Schiff und hoffte dann, dass es so richtig über rechts weitergeht. Das war ein Griff ins Klo und so kam ich recht am Ende des Feldes am Luvfass an, konnte mich dann am Ende aber noch in die erste Hälfte verholen. Der 2. Lauf, ebenfalls Leicht- bis Mittelwind verlief ähnlich, es ging eher über links und ich war nach der ersten Runde um die zehn. Im letzten Vorwind  jedoch habe ich mich geplant etwas vom Pulk entfernt. Das Gekringel auf der rechten Seite war in der Tat etwas mehr Wind und ich konnte unter viel Gefluche der anderen bis auf Platz vier vorfahren. So war ich nach dem ersten Tag 6 overall. Eine gute Ausgangsbasis, da am nächsten Tag Wind angesagt war und das kann ich besser.

So war es. Drei Wettfahrten bei 12-18 Knoten, Plätze 5,4,3. Das war eine Nummer und so war ich an einem müden Abend 5. Overall.

Am dritten Tag ging der Wind wieder runter. 2 Läufe waren geplant. Einen brachte ich dann noch ordentlich um die 10 ins Ziel. Der andere war ein Streicher. Aber auch die anderen hatten ihre Probleme. Falsche Seite, Frühstarts, 2x Gelbe Flagge und ein DSQ, und vor dem letzten Tag war ich dann plötzlich 4.

Am letzte Tag war dann Flaute, trotzdem Auslaufen. Ölige Ostsee und trotzdem beschloss die Wettfahrtleitungen bei einer leichten Böe anzuschießen. Aber Gottseidank, der Spuk dauerte nur bis 2 Minuten vor Start und beeindruckt von meinem lautstarken Protest wurde der versuch abgebrochen und letztendlich auch die gesamte Regatta beendet. So konnten Uli Breuer und ich lauthals singend gen Hafen pumpen. Er war 2. und ich 4. Ach ja: Bevor ich es vergesse: Phillip Kasüske hat praktisch jeden Lauf gewonnen. Teilweise mit Minutenvorsprung. So groß ist der Unterschied zwischen Profi und Amateur.

Travemünde ist ein tolles Revier. Also alle aus dem Süden, Osten, Norden und Westen: lüftet mal Euer Gesäß und macht Euch auf die Reise an die Ostsee.