Alle segeln jetzt anscheinend Finn!

Der BSC scheint auch oberhalb des Opti-Alters endlich wieder spürbar zu einem Segelclub zu werden. Diese Aussage mag sich für einen Verein aus der ersten Segelbundesliga komisch anhören, aber das Clubleben vor Ort in unserem Hafen war ja doch ein paar Jahre geprägt vom Tuckerbootfahren mit anschließendem Verzehr von Bratkartoffeln bei Nelson.

Wenn man heute über das Vorland geht, dann findet man dort aktive Trainingsgruppen mit 17 Piraten, 18 Lasern, 9 Contendern und 14 Finns. Dies ist eine starke Entwicklung und der Verein hat unter anderem deshalb so viele Mitglieder wie noch nie zuvor.

Hier werden in loser Folge diese 4 Trainingsgruppen vorgestellt, mit den Finns geht es los:

Ein paar Finns gab es im BSC eigentlich schon immer. Allerdings nicht in dieser Häufung und auch nicht alle auf unserem Vorland. Sie waren da, aber irgendwie nicht sichtbar. Super aktiv waren schon immer Axel Schroeder und Thomas Schmid, die Ihre Boote am Wasserwerk stehen haben, sowie Kai Schrader und Sönke Peters, die auf dem Vorland stehen. Ebenfalls auf See waren immer auch mal Andreas Ott, Bernard Schwab, Christian Ohlendorf und Tilman Winter. Alle standen an verschiedenen Plätzen auf dem Vorland und nicht jeder kannte jeden. Manch ein anderer zeigte sich interessiert, wenn denn nur etwas mehr Momentum in die Sache käme.

Der Wandel kam 2018 in Form eines älteren, aber grundsätzlich guten Vanguard-Finns in den BSC, welches der Verein via Brar Braren von den Freunden des HSC übernehmen konnte. Dieses Finn namens „Red Nose“ wurde der MühLo-Racer-Mietboot-Flotte des BSC zugeschlagen und kam gut an. So gut, dass für einen schlanken Taler ein zweites identisches Schwesterschiff namens „White Nose“ in Holland gekauft werden konnte. Beide Boote sind durch die Bootsmieten bereits in Jahr 1 abbezahlt. Beide Boote zogen und ziehen BSCer an, die die letzten Jahre anderweitig aktiv waren. Plötzlich standen da Namen wie Peter Gillen, Sören Sörensen, Leif Loose und Marcus Illies in den Nutzerlisten, und Neumitglieder wie Ekhard Popp und Gerald Gebhardt traten in den BSC ein, um diese beiden Boote segeln zu können. Andere folgten ihnen, weitere zeigten sich interessiert. Und es sind und waren Leute aus diesem Kreis, die die Boote ungefragt intensiv pflegen, was für Clubboote bekanntlich auch nicht selbstverständlich ist

 

Als nächste Raketenstufe wurden alle Finns auf dem Vorland an einer Stelle zusammengelegt und via der zu Coronazeiten neugegründeten WhatsApp-Gruppe „Blankenese Beach Finns“ miteinander verbunden. Diese Gruppe ist keine BSC-Vorland-Gruppe, sondern Sammelbecken aller Finn-Eigner zwischen hier und Wedel. Das kam gut an, und das Momentum wuchs. Weitere Finnsegler wie Dirk Sievers, Philipp Kay und Hennings Sander traten ebenfalls in den BSC ein und legten Ihre Boote auf unser Vorland. Hier und da konnten „Red Nose“ und „White Nose“ durch Materialüberlassungen von Axel und Dirk gepimpt werden und die Sache ging weiter steil. Ausdrücklichen Dank an beide!

Im Frühjahr haben in Spitzenzeiten 10 Finns zusammen trainiert, irgendwo vom Strand geslippt, denn der Hafen war coronal gesperrt. Daher auch der Name Beach Finns. Alle lernten von allen, und die erfahrenen Recken wie natürlich Thomas, Axel, Dirk und Kai gaben ihr Wissen an die anderen weiter. Die Sache fing allen an Spaß zu machen. Sören Sörensen fuhr an den Bodensee um sich ein Wilke-Finn zu kaufen, Peter Gillen kam mit einem Devoti-Finn aus Berlin an.

 

Nachdem die Flotte gut wächst und zusammenwächst kam der nächste Impuls von Dirk Sievers, der für die Blankenese Beach Finns zwei intensive Trainings-Wochenenden mit Finn-Olympia-Aspirant Max Kohlhoff angeschoben hat, von dem das erste vereinsübergreifend bereits auf dem MühLo stattgefunden hat. Siehe Fotos anbei von Pepe Hartmann (HSC).

 

Alles in allem stehen jetzt 14 Finns am BSC und 3 weitere BSCer parkieren ihre Finns weiter westlich am Strandweg. Es wird soviel Finn gesegelt wie nie zuvor, und BSCer sind gerne ermuntert ebenfalls mit „Red Nose“ und „White Nose“ segeln zu gehen.

 

PS: Jetzt ist das Vorland voll. Allerdings ist Platz bekanntlich in der kleinsten Hütte und wenn sich noch jemand der Finn-Gang hier am Strand anschließen möchte möge er sich im BSC-Büro bei Moni melden. Die regelt das….


Sören C. Sörensen