Rhein in Flammen Einhand-Regatta

Nach einer langen Fahrt am Freitag mit einigen Staus kamen Ulrike und ich gegen 18.50 Uhr am Yacht-Club Rhein-Mosel an. Wir wurden gleich von einem der Gastgeber, Jannik begrüßt, und er zeigte uns, wo wir mit unserem Hänger und Auto parken konnten. Danach begrüßten uns Lisa, ihre Schwester Julia und Christoph. Zwei Finn-Segler mit Ihren Frauen waren bereits angereist, die wir an diesem Tag angetroffen haben. Während Ulrike im Hotel unsere Zimmerschlüssel holte, habe ich mein Schiff aus dem Hänger herausgezogen und den Mast aufgestellt. Am Abend war kein Essen für die Segler geplant, aber wir konnten mitgebrachte Speisen grillen oder hatten die Gelegenheit im Restaurant des Clubhauses eine Pizza zu bestellen und uns zu den anderen zu setzen. Jeder hatte etwas zu Essen und Trinken und wir plauderten bis spät in den Abend hinein.

Am Samstag, 14. August 2021 machte ich mein Boot fertig, holte meinen ausgefüllten Haftungsausschuss und ging anschließend zur Meldestelle. Jeder hatte noch die Möglichkeit, seine Regatta-Ausschreibung sorgfältig durchzulesen. Bei der Steuermannsbesprechung wurde uns deutlich erklärt, was wir bezüglich der Berufsschifffahrt zu beachten haben. Um 12 Uhr setzte sich der Wind von Südwest ganz langsam durch, so dass wir die Boote ins Wasser lassen konnten. Pünktlich um 12.55 Uhr bei schönem Wetter mit 25-27 Grad Celsius starteten zuerst die Finn-Dinghies und 10 Minuten später die Laser. Die Startlinie befand sich zwischen zwei gelbe Bojen, die vom Clubhaus am Ufer angepeilt werden konnten. Gesegelt wurde ein Up-and-Down-Kurs. Somit waren zwei quaderförmige gelbe Tonnen mit der Nummer 1 und 2 auf der Mosel ausgelegt. Nach der aktuellen Windrichtung segelten wir zuerst Moselaufwärts zur Tonne 1 und dann unter der Kurt-Schumacher-Brücke bis ca. 1,5 km Moselabwärts zur Tonne 2, wieder zur Tonne 1 und mit Vorwindkurs zum Ziel. Kurz nach dem Start hatte Detlev GER 92 einen enormen Vorsprung herausgeholt. Am Anfang blies der Wind mit 5 bis 10 Knoten, so dass wir in den Böen etwas ausreiten konnten. Wer gut erfahren war, wusste, dass die Uferseite, wo sich der Club befindet, windmäßig bevorzugt war, dort entlang segelten die meisten. Bis wir die erste Tonne erreicht hatten, mussten wir viele kurze Schläge machen. Ein kleines Motorboot der Wettfahrtleitung passte genau auf und warnte uns, wenn ein Passagierschiff oder Frachter kam. Während der Wettfahrt hatten wir ein unheimliches Glück, denn es kamen nicht so viele Berufsschiffe auf uns zu. Erst als einige andere Boote und ich die Tonne 2 umrundet hatten, konnten wir nicht denselben Kurs segeln wie die, die bereits vor uns lagen, ein Kreuzfahrtschiff kam uns leider in die Quere. Wir mussten einen extra Schlag machen zur anderen Moselseite und verloren dadurch den Anschluss an das erste Drittel Feld, denn wir durchsegelten zusätzlich einige Windlöcher. So waren wir mindestens 100 bis 200 m weg vom führenden Feld. An der Moselbrücke hatten wir einige Winddreher. In der ersten Wettfahrt holte sich Detlev Guminski GER 92 den ersten Platz, gefolgt von Claus Wimmer GER 164 mit den zweiten und gleich darauf Jannik Monreal GER 2207 den dritten. Mit einem etwas größeren Abstand erreichten dann die anderen den Zieldurchgang. Nach etwa einer viertel Stunde starteten wir zur zweiten Wettfahrt, aber der Wind kam und ging wieder und so wurde nach fünf Minuten wieder abgeschossen. Die Wettfahrtleitung versuchte erneut einen nächsten Start, aber der Wind wurde ungleichmäßiger und drehte für uns ungünstig nach West, so dass wir an Land gingen und keine Wettfahrt an diesem Tag mehr machen konnten. Bevor wir uns umzogen, lud Bernd uns zu einem Bier ein, und danach schwammen wir noch in der Mosel. Um halb sechs Uhr bereiteten Christoph und Jannik den Grill vor. Zum Abendessen wurden wir von Lisa, Julia, Jannik und Christoph richtig gut verwöhnt. Es gab Freibier vom Fass, gegrilltes Schweineschnitzel, Bratwurst und als Beilage verschieden selbstgemachte Salate vom Büffet. Später aßen wir eine köstliche Creme mit Schokolanden-Stückchen und dazu frische Trauben. Zum Trinken wurde uns Sprudel, Limonaden, alkoholfreies Bier, Bier, Rot- und Weiß-Wein angeboten. Während des Essens tauschten wir unsere Segelerlebnisse aus.

Am Sonntag, den 15. August 2021 war das Wetter auch wieder wunderschön, nur leicht bewölkt, aber das Moselwasser war fast spiegelglatt. Angekündigt war Startbereitschaft um 10 Uhr. Später bewegten sich die Blätter nur ganz leicht und eine leichte Brise kam auf, aber für eine Wettfahrt reichte dies nicht aus. Kurz nach 12 Uhr trafen wir uns zur Besprechung und ein Lasersegler meinte, wir sollten zusammenpacken. Wir entschieden alle bei dieser Windbedingung keine Wettfahrt mehr zu segeln und machten unsere Boote für die Heimfahrt fertig. Um 13 Uhr wurde die Preisverteilung draußen auf der Club-Restaurant-Terrasse abgehalten. Zuerst kamen die Laser dran und dann die Finns. Die drei besten bekamen ein großes Weinglas und alle anderen ein kleineres Glas. Was uns besonders freut, dass wir zwei neue Finn-Segler vom Yacht-Club Rhein-Mosel dazubekommen haben. Wir alle bedanken uns für die nette Gastfreundschaft, die Helfer und die ausgezeichnete Organisation. Wenn diese nicht wären, könnte so eine Regatta nicht stattfinden. Wir Finn-Segler kommen immer sehr gerne zur Moselregatta und freuen uns jedes Jahr dabei zu sein.

 

Stefan Magirus GER 134

 

Ergebnis

Rhein in Flammen – RL1,00