Tolle Bedingungen, enge Rennen und ein verdienter Sieger

Am vergangenen Wochenende war es wieder soweit,  der Ribnitzer Segelclub veranstaltete den diesjährigen Küstencup. Durch die tollen Rahmenbedingungen (Wohnmobilstellplätze und Strom auf dem Clubgelände etc.) die der Segelclub Ribnitz zur Verfügungen stellte reisten schon einige Segler vorzeitig an. So konnten schon am Donnerstag ein paar kleine Trainingsrennen gefahren werden.
Trotz des coronabedingten Wegfalls des normalerweise gleichzeitig stattfindenden Stadtfestes fanden sich neben 15 Cadetcrews und 19 Europe-Seglern 25 Finnsegler ein. Auch wenn diese Segelklassen recht unterschiedlich sind gelang es der Wettfahrtcrew, welche in diesem Jahr durch Nils Peters und André Schmidt in Leitungsfunktion unterstützt wurde, in jedem Rennen tolle Bedingungen für alle Segler zu schaffen.
Der Saaler Bodden präsentierte sich zu Wettfahrtbeginn wieder von seiner besten Seite – angenehme Wasser- und Lufttemperaturen, konstanter Wind von 15-20 Knoten, kaum Wellen und zur Würze ab und an kontrollierbare Windböen. Während Rainer Haacks, Erik Schmidt und die beiden Lokalmatadoren Stefan Waag und Dirk Zillius sich schnell etwas absetzen konnten und um die ersten vier Platzierungen kämpften, musste ich nach 2 segelfreien Jahren erst noch etwas Rost loswerden. Im zweiten Rennen lief es, wenn auch etwas glücklich schon wesentlich besser. Besonders bedauerlich in diesem Rennen war jedoch der Ausfall des Favoriten Stefan Waag auf Grund eines Leistenbruchs. Das dritte Rennen dieses Tages konnte wieder Rainer Haaks für sich entscheiden der insbesondere auf der Kreuz kaum Fehler zu machen schien Geschafft, aber glücklich über diese schönen Rennen konnten wir gemütlich mit Halbwind zurück in den Hafen fahren und abends das gegrillte Wildschwein und das angenehme Rahmenprogramm der Ribnitzer genießen.
Die letzten beiden Rennen am Sonntag fanden bei etwas weniger Wind aber wieder unter optimalen Bedingungen statt. Erik Schmidt wollte seine Siegchancen wahren und startete in beiden Rennen, wenn auch mit etwas Glück, wie die Feuerwehr. Diese Führungen ließ er sich trotz aller Versuche auch nicht mehr nehmen und beendete die Regatta mit 2 Siegen. Da Rainer Haaks jedoch wieder tolle Leistungen ablieferte und in seiner ihm eigenen Art schlitzohrig agierte konnte er in beiden Rennen den zweiten Platz erobern und damit seinen Gesamtsieg vor Erik Schmidt und mir sichern.
Nach besagter Abstinenz hatte es mich und meine Familie wieder sehr gefreut all die Segler und ihre Familien wiederzusehen und miteinander auf diesem tollen Revier zu segeln. Besonders beeindruckt hat mich neben der Professionalität und Ruhe des Wettfahrtteams auch die Leistungen meiner Mitsegler. Beispielhaft dafür waren die Rennen von Ralf-Udo Lemke – schnell und clever auf der Kreuz und fix auf dem Vowind! Was Ralf-Udo dabei für Fitness zeigte – Respekt!
Denny Jeschull