
Alessandro Marega hat den Porsche Centre Brisbane 2026 Finn Gold Cup gewonnen und ist damit der erste Italiener überhaupt, der sich den Titel des Finn-Weltmeisters sichern konnte. Nach einer Woche Weltklasse-Segeln im Royal Queensland Yacht Squadron in Brisbane, Australien, setzte er sich gegen ein starkes Feld von über 70 Seglern aus 14 Nationen durch. Der lange Zeit führende Norweger Anders Pedersen sicherte sich Silber, während der Australier Brendan Casey nach einer fast perfekten Leistung an den letzten zwei Tagen auf den Bronzerang vorrückte.
Spannung bis zum Schluss Vor dem Finaltag war die Entscheidung an der Spitze extrem knapp: Pedersen und Marega trennte lediglich ein einziger Punkt. Die Bedingungen am Donnerstag waren mit Winden unter 10 Knoten die leichtesten der Woche, doch bei Temperaturen um die 30 Grad blieb der Wettkampf hitzig.
In Rennen 9 konnte Brendan Casey einen komfortablen Sieg einfahren. Marega, der wie Pedersen zunächst weit hinten im Feld lag, bewies Nervenstärke, arbeitete sich auf den achten Platz vor und sicherte sich damit den Gesamtsieg bereits ein Rennen vor Ende der Serie, da Pedersen deutlich weiter hinten landete. Im letzten Rennen der Regatta sicherte sich Valerian Lebrun (Frankreich) den Tagessieg und rückte auf den vierten Gesamtrang vor, während Casey mit einem vierten Platz die Bronzemedaille festigte.

Stimmen der Segler
• Brendan Casey (Bronze): „Ich bin glücklich über den dritten Platz. Anders und der italienische Segler haben eine erstklassige Serie gesegelt und ihre Plätze verdient“. Er lobte zudem das Segelrevier Moreton Bay als erstklassigen Ort für Regatten.
• Anders Pedersen (Silber): „Der Italiener hat einen sehr guten Job gemacht und mich im ersten Rennen des Tages taktisch geschickt aus dem Spiel genommen. Er hat Gold verdient und war super konstant“. Pedersen gab zu, bei leichtem Wind Probleme gehabt zu haben, lobte aber die Gastfreundschaft und die Bedingungen in Brisbane.
• Alessandro Marega (Gold): „Ich bin sehr glücklich. Ich bin die ganze Woche über ruhig geblieben, auch in Situationen, in denen mein Speed nicht optimal war“. Besonders freute ihn das hohe Niveau des Feldes, in dem viele Segler mit Olympia- oder America’s-Cup-Erfahrung vertreten waren.

Ehrungen und Ausblicke
Neben den Podiumsplätzen gab es weitere Erfolge zu feiern: Der Australier Hayden Barney gewann die U29-Wertung (Silver Cup). Ein besonderer Moment war die Aufnahme von Rafael Trujillo in die Finn Class Hall of Fame. Die Glückwünsche überbrachte unter anderem die 91-jährige Segellegende Gus Miller, der bereits 1976 am Gold Cup in Brisbane teilgenommen hatte.
IFA-Präsident Ron McMillan bezeichnete die Woche als „episch“ und eine der härtesten Gold-Cup-Veranstaltungen, an die er sich erinnern könne. Für viele Segler ist das Australien-Abenteuer jedoch noch nicht vorbei: Am Freitag beginnen die Finn World Masters, deren Wettfahrten für die kommende Woche angesetzt sind.
Endergebnisse (Top 5 nach 10 Rennen):
1. ITA 1103 – Alessandro Marega (29 Punkte)
2. NOR 1 – Anders Østre Pedersen (36 Punkte)
3. AUS 11 – Brendan Casey (42 Punkte)
4. FRA 111 – Valerian Lebrun (48 Punkte)
5. AUS 221 – Anthony Nossiter (50 Punkte)
Ergebnisse der deutschen Segler
20. GER 501 – Fabian Lemmel
21. GER 193 – Thomas Schmid
35. GER 81 – Jan-Dietmar Dellas
42. GER 477 – Harald Leissner
56. GER 202 – Rolf Elsässer
Alle Ergebnisse findet ihr hier: https://results.rqys.com.au/RQRegatta/FinnGoldCup26/