Die Mandelli Trophy in Torbole ist nach Cannes die zweite größere Regatta für die Finnistis und gehört wie auch Cannes zur World Tour for Finns 2026. Mit Jonas Jung, Fabian Lemmel, Ole Görrisen, Janne Handermann, Mark Raimondo Bayer, Uwe Barthel, Uwe Fernholz, Markus Sprick und Thilo Durach waren immerhin acht der 30 gemeldeten Boote aus Deutschland. Schon am Dienstag wurde der Lago für die ersten Trainingsschläge genutzt. Die Youngsters Jonas, Ole und Janne nutzten ab Dienstag Trainingsangebot von Arkadi Kistanov. Aber auch die rüstigen Jubilare Uwe, Uwe und Thilo versuchten den Rost von den Gelenken zu hängen. Die Bedingungen waren kühl und angenehm windig. Zum Start am Donnerstag herrschte dann Ora aber mit einer seltsamen Linkskomponente. Seit die Wettfahrtleitung etwas mehr in der Seemitte startet, ist auch der klassische Schlag nach rechts in Richtung Ufer nicht mehr die beste Alternative. So entschieden sich die Favoriten eher links. Es war dann doch wichtig den Kompass im Auge zu behalten, damit man vorne dabei wahr. Gut gemacht von Fabi und Jonas, die Christoph Burger aus der Schweiz eng auf den Färsen blieben. Nachdem der zweite Start wegen einem mächtigen Linkskipper auf dem Upwind abgebrochen wurde, war es Jonas, der den Lauf für sich entscheiden konnte. Fabi dachte, dass es ganz-ganz-ganz links gehen könnte, dem war aber nicht so und er kam uns allen sehr überraschend auf dem Vorwind als Letzter entgegen. Aber er ist ja Downwind immer in der Lage aufzuholen, Platz 21 warf ihn aber dann doch übel zurück. Tolles Ergebnis für Ole, der am Abend hinter Jonas auf Platz drei in der Zwischenwertung lag. Samstag kann man kurz und knapp mit, war nix, zusammenfassen. Mit der anrückenden Kaltfront musste dann am Sonntagmorgen mit einem zapfigen Peler gesegelt werden. 15 Knoten und einstellige Temperaturen ließen nicht bei allen den notwendigen Enthusiasmus aufkommen. Mit der Luvtonne direkt in der Linie und damit in der Abdeckung des Monte Brione zwischen Riva und Torbole ging es nur über Rechts. Christoph Burger machte das wieder souverän mit zwei Laufsiegen und einem zweiten Platz. Jonas konnte den UFD in Lauf drei glücklicherweise streichen und blieb mit Platz 5 und 4 konstant auf Podiumskurs. Fabian erlebte wieder ein auf und ab, inklusive Kenterung in Lauf 4, konnte sich aber zum Schluss über einen Laufsieg freuen. Tolles Ergebnis für Ole und Janne Handermann. Beide segelten konstant Topten und sorgten so für ein ganz starkes Ergebnis für Team D: Jonas Jung KYC Platz 2, Fabian Lemmel SV03 Platz 4, Ole Görrissen SVEW Platz 6, Janne Handermann SCO Platz 7, Thilo Durach DTYC/CVG Platz 12, Mark Raimondo Bayer VSaW Platz 22, Uwe Barthel SCD Platz 24, Uwe Fernholz YCL Platz 25 und Markus Sprick DTYC Platz 26.
Fazit: Es ist beeindruckend, wie stark sich die U29er Truppe entwickelt. Sie segeln technisch auf hohem Niveau, treffen gute taktische Entscheidungen und sind fit.
Thilo Durach GER 60
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