
Bericht von Fabian Rossbacher
Am Wochenende des 18. und 19. April 2026 traf sich die Finn-Dinghy-Flotte am Biggesee bei Olpe zu einer Ranglistenregatta – wenn auch unter leicht veränderten Vorzeichen. Ursprünglich waren zwölf Finns gemeldet, doch einige „trümmige“ Segler nutzten die Gelegenheit und wichen auf ein größeres Feld in den Niederlanden aus. So schrumpfte das Teilnehmerfeld zunächst auf neun Boote. Dank der starken Klassengemeinschaft konnte jedoch kurzfristig noch ein weiterer Segler mobilisiert werden, sodass am Sonntag zehn Finns am Start waren – genug für eine gültige Ranglistenwertung.
Samstag: Flaute, aber gute Stimmung
Der Samstag zeigte sich von seiner ruhigen Seite: zu wenig Wind, um Wettfahrten durchzuführen. Stattdessen verlagerte sich das Geschehen an Land. Im Clubhaus wurde bei Kaffee und sehr guter Verpflegung gefachsimpelt, gelacht und die Zeit entspannt überbrückt. Für manche – inklusive eines zweistündigen Powernaps im Bulli – genau die richtige Vorbereitung auf den eigentlichen Regattatag.
Sonntag: Vier Läufe bei anspruchsvollen Bedingungen
Am Sonntag wurde dann geliefert: vier Läufe konnten gesegelt werden. Die Bedingungen lagen zwischen sieben und elf Knoten, mit klarer Tendenz zum Leichtwind – ein Revier, das taktisch einiges abverlangt. Gesegelt wurde klassisch Up-and-Down, doch die Windverhältnisse hatten es in sich: starke Schwankungen in der Intensität sowie Dreher von bis zu 25 Grad sorgten regelmäßig dafür, dass sich Positionen – insbesondere auf der letzten Kreuz – noch einmal komplett verschoben.
Parallel waren auch die OK-Dinghy mit 15 Booten am Start. Die Starts erfolgten direkt im Anschluss an die Finns, und hier zeigte sich die Klasse der Wettfahrtleitung: Das Timing war so präzise abgestimmt, dass die ersten Finns an der Leetonne teilweise nur rund 20 Sekunden hinter dem nächsten Start lagen – eine beeindruckende organisatorische Leistung.
Ergebnis und sportliche Einordnung
Bei den vorherrschenden Leichtwindbedingungen spielte Frank Reffelmann seine Stärken konsequent aus und sicherte sich den Gesamtsieg. In einem Feld, das durch die drehenden Winde ständig in Bewegung war, konnte er sich durch sauberes Bootshandling und gute taktische Entscheidungen absetzen.
Organisation, Verpflegung und Gesamtfazit
Ein besonderes Lob geht an Paula, die die Regatta für beide Klassen – Finn und OK – nahezu im Alleingang organisiert hat. Unterstützt wurde sie lediglich von einer weiteren Person aus dem Club sowie der DLRG. Dennoch lief die Veranstaltung reibungslos, strukturiert und professionell ab. Hier zeigt sich eindrucksvoll: Ein eingespieltes Team muss nicht groß sein, um Großes zu leisten.
Auch kulinarisch ließ die Veranstaltung keine Wünsche offen. Neben durchgehend guter Verpflegung gab es am Sonntag sogar noch ein zusätzliches Mittagessen – sehr zur Freude der hungrigen Segler.
Die Temperaturen waren für die Jahreszeit angenehm warm, was die Regatta trotz des ausgefallenen Samstags zu einem rundum gelungenen Event machte.
Fazit
Eine hervorragend organisierte Regatta mit anspruchsvollen Bedingungen, fairen Wettfahrten und starker Gemeinschaft. Der Biggesee hat einmal mehr gezeigt, dass er auch im Leichtwind spannende Rennen liefern kann. Eine Veranstaltung, die absolut empfehlenswert ist – und zu der man gerne zurückkehrt.