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Die Internationale Ranglistenregatta um das Schaumburg-Lippische Nesselblatt auf dem Steinhuder Meer war diesmal sehr bescheiden international aufgestellt. Lediglich Georg Siebeck aus Kirchentellingsfurt (593 km Anreise) und Martin Deutscher aus Rastatt (549 km Anreise) schafften es (- auch durch ihre süddeutsche Mundart -), der Veranstaltung einen Hauch von Internationalität zu verleihen. Die Holländer, Dänen und Polen fehlten komplett.

Der Wind fehlte nur inkomplett. Er war zeitweise zugegen, am Freitag in Spitzen bis zu 10 Knoten aus Südost, am Samstag bis zu 8 Knoten aus Süd, am Sonntag hat er sich nicht mehr an die frische Luft getraut.

Die Sonne traute sich raus, fast über die Marathondistanz von 42,19 Stunden über drei Tage (😉) mit Temperaturen bis zu 25 Grad Celsius.

Die mediale Berichterstattung in den Wintermonaten (u.a. Hannoversche Allgemeine Zeitung/HAZ) über Verschlammung in den Häfen und niedrige Wasserstände hatten mich schon eine Absage befürchten lassen. Diese Gedanken konnten total entkräftet werden. Nur Udo Murek hatte während des Trainings am Vortag eine folgenlose Grundberührung. Leider erwischte es ihn in doppelter Hinsicht, denn bei einer Rudelbildung während der zweiten Wettfahrt an der Leetonne fand sein Baum bei einer ungeplanten Halse nicht ohne Hindernis den Weg zur Leeseite. Derhämoglobinproduzierende Cut erforderte ein schnelles Motorboot auf dem Wasser und den Rettungswagen an Land. Udo kam am Abend mit einem Kopfverband aus der Klinik zurück. Es ging ihm den Umständen entsprechend gut, er konnte leider nicht weitersegeln. Von hier nochmal eine gute Besserung, Udo! Das Boot von Udo wurde übrigens von Pauline gerettet. Vielen Dank dafür!

Ein Helm, der bei besagtem Segler im Schrank lag, kann übrigens derartige Komplikationen verhindern! Meistens!

So, nun wurde auch noch gesegelt! Insgesamt 6 Wettfahrten, Up and Down, 2 Starts wurden abgebrochen, die 6. Wettfahrt wurde auf der ersten Kreuz abgebrochen wegen eines 90°-Drehers. Die letzte, abgekürzte Wettfahrt stand unter einem schwachwindigen Stern, Downwind ging es gut über links, vereinzelt konnten dort 25 Plätze gut gemacht werden bzw. andernorts verloren gehen. So isses nunmal!

Gewonnen haben die, die sonst auch vorne segeln. Und sie haben gewonnen, weil sie´s eben können:

  1. Fabian Lemmel
  2. Rainer Haacks
  3. Thomas Schmid

Harald Weichert, vor allem am ersten Tag, und Niclas Perband als Nachwuchshoffnung, segelten immer vorne mit und konnten die ersten drei ein wenig ärgern.

Die engagierte Wettfahrtleitung mit Heiner als Routinier ermöglichte uns schöne Wettfahrten auf einem Revier, das mehr Teilnehmer verdient hat, vielleicht im nächsten Jahr.

Gerd-Uwe

GER 479

von der 2ten Großen Freiheit

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